Archiv für Mai 2016

Apfelsaft, Kunst und die Befreiung von Mensch und Tier

Tag der offenen Tür im Tierbefreiungsarchiv

Am 02.04.2016 veranstaltete der Verein Treibhaus e.V. in Döbeln einen Tag der offenen Tür, um den Menschen in Döbeln und Umgebung die momentane Arbeit vorzustellen. Wir vom Tierbefreiungsarchiv ließen uns die Möglichkeit nicht entgehen, unsere Tür ebenfalls zu öffnen.

Das Programm begann um 10:00 Uhr im Café Courage in der Bahnhofstraße 56 mit einem Empfang und einer Ansprache durch die Vorsitzende des Vereins. Anschließend gab es mehrere Grußworte von Vertreter*innen der lokalen Politik und regionaler Kulturinstitutionen. Dann konnten Besucher*innen die verschiedenen Räume und Projekte im Haus ansehen. Dazu gehören unter anderem das Kulturprojekt Kulturbeutel, das politische Bildungsprojekt Fit gegen Antisemitismus, Intoleranz und Rassismus (FAIR), das Bündnis Willkommen in Döbeln, die AG Geschichte, eine Siebdruckwerkstatt, ein Medienbüro und einiges mehr. Natürlich stand hier für die meisten Besucher*innen auch das Tierbefreiungsarchiv auf dem Programm.

Auf die Neugierigen warteten im Archiv mehrere kleine Highlights. So gab es erste Fragen, warum wir den Apfelsaft des Biohof Hausmann anbieten würden. Die Antwort, dass dies der erste bio-vegan wirtschaftende Betrieb in Sachsen ist und wir dessen Arbeit unterstützen möchten, kam bei den Besucher*innen durchweg positiv an. Der Blick über den veganen Tellerrand war für viele neu und führte zu angeregten Diskussionen über Veganismus, Tierproduktion und Landwirtschaft.
Eine weitere Station, die auf positive Reaktionen stieß, war unsere Soli-Tombola. Durch die Unterstützung von roots of compassion und Hartmut Kiewert konnten wir kleine Infopäckchen zusammenstellen. Diese enthielten Informationsmaterial zu verschiedensten Tierausbeutungsformen, Kunstdrucke, Bücher, Sticker und einiges mehr. Gegen eine Spende bekamen die Besucher*innen eines dieser Päckchen. Ein besonderer Höhepunkt war erreicht als ein noch junger Mensch das Buch „Hugo reißt aus“ gewann.

Neben diesen Angeboten gab es auch Gespräche über den Sinn eines Archives sowie über die Perspektiven des Projektes. Das Feedback war durchweg gut und die Arbeit des Archives wurde als ein wichtiger Teil der Arbeit sozialer Bewegungen thematisiert. Auch grundsätzliche Fragen zu Mensch-Tier-Verhältnissen, Tierbefreiung, Veganismus und Gesellschaftskritik fanden an dem Tag ihren Raum.
Für die weitere Arbeit des Tierbefreiungsarchives stellte sich der Tag der offenen Tür auch als Türöffner für andere Einrichtungen heraus. Durch den Besuch der Kuratorin der städtischen Kunstgalerie entstand für uns ein nahezu unablehnbares Angebot. Im Gespräch über die künstlerische Verarbeitung der Mensch-Tier-Verhältnisse am Beispiel der Bilder von Hartmut Kiewert wurde dem Archiv angeboten, eine Ausstellung mit Rahmenprogramm im Rathaus der Stadt Döbeln durchzuführen. Im Laufe der nächsten beiden Jahre möchten wir auf dieses Angebot gern eingehen.

Wir möchten uns nochmal bei allen bedanken, die uns an diesem Tag unterstützt und/ oder besucht haben. Danke an roots of compassion und Hartmut Kiewert für die Spenden! Danke an den Biohof Hausmann für den Apfelsaft! Danke an die Aktivist*innen für die Materialspenden!

Einen Rückblick vom Courage Radio findet ihr hier1 03:40 bis 04:05 ist besonders Interessant ;-)

  1. Wir heißen natürlich „Tierbefreiungsarchiv“ und nicht „Tierschutzarchiv“!!! [zurück]